Neu: www.magaziniac.de

2.3.08


Mein Magaziniac macht sich von nun an selbstständig auf einer eigenen Domain. Da ich zukünftig Word Press nutzen werde, wird dieser Blog bei blogspot/blogger.com nicht mehr aktualiesiert. Für Abonnenten des Feedburnerfeeds ändert sich nichts, ihr erhaltet alle Einträge auch weiterhin, ohne etwas zu ändern. Alle anderen bitte ich hiermit ihre Bookmarks zu aktualisieren. Den feed gibt es hier: http://feeds.feedburner.com/magaziniac

An dieser Stelle möchte ich auch noch mal ein herzliches Danke für über 15.000 Leser aussprechen. DANKE!

Die Einträge wurde alle übertragen, Kommentare kann ich leider nicht mitnehmen, blogger.com sieht nicht vor, dass man den Anbieter wechseln möchte.

NMag am Kiosk gescheitert

29.2.08

Es hat nicht sollen sein. Bereits nach der fünften, anstelle von vorläufig sechs geplanten Print-Ausgaben, ist Schluss. Nach dem sich bereits die Gerüchte wegen fehlender Vorschau in Heft 02/2008 verdichteten, kam heute nun die Gewissheit, als weder am Kiosk noch an anderer Stelle Ausgabe 03/2008 auftauchte.

Gegen kurz vor 19Uhr kam die Bestätigung im Forum:
Bezüglich der neuen Ausgabe:
Es tut mir leid euch mitteilen zu müssen, dass keine NMag-Ausgabe mehr am Kiosk erscheinen wird. Stattdessen wird das NMag in komplett neuer Form schon sehr bald wieder auftauchen. Weitere Infos folgen -- in einen offenen Brief an euch -- bald.


Quelle

Damit ist die Vielfalt am Kiosk wieder ein Stückchen weiter geschrumpft und der Versuch ein weiteres Nintendo-Magazin neben den beiden „üblichen Verdächtigen“ (Computec und Live Emotion) in diesem Bereich zu etablieren  gescheitert.

Kahlschlag bei Bauers Spieleheften

27.2.08

Nun ist es also geschehen. Zugegeben, ein Vierteljahr später als erwartet, letztlich ist dem Bauer Verlag doch die Inter Games KG um die Ohren geflogen. Laut nicht näher genannten Branchenkreisen auf Golem.de werde eGames.de zum April eingestellt. Damit würde die Webseite in Kürze bereits dem Heft eGames folgen, welches Ende 2007 eingestellt wurde.

Schlecht bestellt ist es ebenfalls um das kränkelnde Spieleheft Bravo Screenfun. Gerade mal noch 38.402 verkaufte Exemplare meldete die IVW für Ausgabe 01/2008. Laut Golem werde jetzt nach nicht mal einem Jahr die Redaktion erneut ausgetauscht.

Im April 2007 erschien mit Heft 05/2007 die letzte Ausgabe mit der Münchener Redaktion um Anatol Locker. Danach versuchte man sich von Hamburg aus unter Führung von Stephan Freundorfer an einem Relaunch des Heftes. Leider erfolglos, wie man an den Auflagenzahlen sieht. Ob derweil ein erneuter Redaktionswechsel das Heft retten kann, darf derweil bezweifelt werden.

Quelle

GameStar – Neuer Preis, geschickt verpackt

23.2.08

Im Normalfall lächelt einen unverhofft am Kiosk der angezogene Heftpreis an, mal wird im Editorial drauf eingegangen (PC Games), mal nicht (play3). Bei der GameStar nutzt man nun quasi die Gunst der Stunde, um die berühmte gute und schlechte Nachricht an den Mann zu bringen.

Zwar wird das Heft ab nächsten Monat teurer, dafür befindet sich eine der unbeliebtesten Anzeigen der vergangenen Jahre nicht mehr im Heft. Anfang Februar wurde das Schwesterheft GamePro von der Klingeltonpest befreit und nun ist also auch die GameStar dran.

Die Hartnäckigkeit und Unterstützung der Leser habe der Redaktion ermöglicht sich durchzusetzen und die unliebsame Erotik-Werbung aus dem Heft zu bekommen.

Pünktlich zum Beginn des 2. Quartals wird GameStar also als letztes der großen PC-Spielehefte seinen Preis anziehen. Wie auch schon bei PC Action und PC Games zuvor, steigt der Heftpreis der DVD-Ausgabe von € 4,99 auf € 5,30, die Magazin-Ausgabe kostet zukünftig € 3,50 (ab 05/2008).

Unter diesen Umständen schmerzt (mich) der neue Preis dann deutlich weniger und diese Entwicklung zeigt letztlich auch, dass MAN!AC und GEE von Anfang an zurecht auf solche Anzeigen verzichtet haben.

Blätterwald #1 vom 16. Februar 2008

16.2.08

Bravo Screenfun – Wir sind „aktueller“
Trotz neuer Redaktion, neuem besserem Layout, neuer Covergestaltung, neuer Zielgruppe und neuer Platzierung am Kiosk (Kinderzeitschriften) purzelt die Screenfun-Auflage weiter munter vor sich hin auf aktuell 44.706 Exemplare. Dies bewog den Bauer Verlag nun scheinbar dazu das Heft in der Terminplanung um eine Woche vorzuziehen. Damit erschien die Märzausgabe am 13. Februar. € 4,50 sind für Zielgruppe der 6-14jährigen immer noch zu viel. Der Preis wird auch nicht niedriger, wenn das Märzheft bereits im Januar erscheinen würde. Herzlichen dank, dass ihr dieses kindische Nummernspielchen nun auch mitspielen müsst.

Games Aktuell I: Glasperlen sollen nun auch hier die Auflage stützen
Die Seuche der silbernen Plastiktüten hat nun auch die Games Aktuell erwischt. Sie ist nun als zehntes Computec-Magazin in einer Premiumausgabe erhältlich. Wie gewohnt, gibt es für mehr als 100% Preisaufschlag bzw. in diesem Fall € 4,49 zusätzlich ein Schlüsselband mit Games Aktuell-Aufdruck und ein Rainbow Six: Vegas 2 + Condemned 2-Doppelposter.

Games Aktuell II: Sonderwerbeformen stinken
Es gibt Werbeformen, die sind bei den Leser nicht sonderlich beliebt. Dazu zählen beispielsweise Anzeigen auf dem Cover oder als Artikel getarnte Werbung „Advertorials“. Wenn das ganze von einem Anzeigenkunden kommt, hat man da relativ wenig entgegenzusetzen, kann man in der heutigen Zeit nicht wählerisch sein. Der Spieleshop Sqoops gehört allerdings der Computec Media AG selber, man hat also sehr wohl Einfluss darauf wie die Anzeigen in den Heften aussehen. Das Cover der Games Aktuell wird nun den zweiten Monat in Folge mit einem Sqoops-Gutschein verschandelt.

Games Aktuell III: Papierqualität
Zugegeben, es ist nicht mehr die ganz grottige Sorte mit der OXM und N-Zone jeden Monat abgespeist werden. Diesen Monat hat das Papier nicht mehr den „grauen Glanz“, ist aber leider genauso dünn und wabbellig geblieben. Schade, das kommt nach der Preiserhöhung gar nicht gut. 

play3 schrumpft weiter
„[...] Das bringt uns auch zum Punkt Michael. Ich kann und darf hier aber gar nicht viel zum Thema sagen. Es ist richtig, dass Michael nicht mehr Teil der Redaktion ist und auch nicht mehr bei Computec angestellt ist. Wer ohnehin mit ihm in Kontakt stand, kann sich vielleicht auf privatem Wege nach dem Befinden oder den Gründen erkundigen, hier muss ich leider zum nächsten Punkt übergehen. [...]“

Quelle

Der Stuhl von Michael Pruchnicki wurde vorerst nicht neu besetzt. Anstelle dessen darf N-Zone-Volontär Sebastatian Stange nun zusätzlich für die play3 schreiben. Für play3 bedeutet dies, dass die Kernredaktion nun wieder genauso klein ist, wie bei der PlayZone, bevor Toni Opl nach dem CyPress-Ende dazustieß – nämlich drei Personen umfassend.

VU Verlagsunion und Papercut melden sich zurück: Total Gamer Cheats
Es hat schon ein wenig was von dem Royal VIP Casino, das einen permanent, mit leicht wechselnden Namen, in Spammails beehrt. Top Gamer Cheats, Console Solutions, PlayStation A-Z Bible, Mega Gamer, X360 Mega Cheats, Top Games, Action Games. Anstelle mal einen Namen beizubehalten, wird alle paar Monate ein neues Heft mit vermeintlich gleichem bzw. leicht verändertem Inhalt auf den Markt geworfen, welches häufig auf nicht mal drei Ausgaben kommt.

Jetzt ist mit über einem Monat Verspätung mal wieder ein schlecht eingedeutschtes 220-Seiten-Tippsbuch dran. Wie gewohnt hat die Übersetzung bereits auf dem Cover versagt. „Hints“ ist im Gegensatz zu Cheats und Codes nicht in den allgemeinen deutschen Sprachgebrauch übergegangen. „Mehr als 1130 Video-Games im Heft!“ ist auch nicht gerade der Weisheit letzter Schluss.

Und noch einen „Hint“ für euch: Im Gegensatz den Lesern von der Insel ist es uns hier ziemlich egal, ob ihr „official“ oder „unofficial“ seid. Also schmiert euch die 1:1 Übersetzung „inoffiziell“ sonst wo hin und macht für den hiesigen Markt „unabhängig“ von.

Raptors Level 1 – Das nicht erhältliche Spielemagazin

9.2.08

Seit September 2006 gibt Raptor Publishing, in erster Linie bekannt durch das Horror-Entertainment-Magazin „Virus“, das Spieleheft „Level 1“ heraus. Über die inhaltlichen (nicht) Qualitäten möchte ich mich an dieser Stelle gar nicht auslassen, dieser Eintrag ist ein „Dankeschön“ für einen nicht an Kunden interessieren Vertrieb und einem nicht an Lesern interessierten Verlagsleiter.

Die Erscheinungsweise von Level 1 ist im Impressum mit monatlich angegeben. Wirklich Lust dran zu halten hat man sich allerdings nicht. Bereits die Erstausgabe (10/2006) lag zwei Monate im Handel, nach dem Aprilheft des Jahres 2007 ging es erst mit der Juli-Ausgabe weiter um gleich danach wieder einer Doppelnummer hinzulegen, August/September 2007. Und genau danach ereignete sich das folgenschwere Ereignis, welches zu diesem Eintrag führte.

Level 1 hat folgende „klitzekleine“ Probleme:
1. Es ist nie ein Erscheinungsdatum für die nächste Ausgabe angegeben, der Besuch am Kiosk wird also zum Glücksspiel.
2. Der Besuch am Kiosk ist zumindest in meiner Heimatstadt, sowie in ganz Bremen und im Supermarkt in München vor dem IDG-Gebäude immer erfolglos. Das Heft steht nicht im Pressekatalog und taucht auch bei keinem Grossisten auf. Egal ob nun in Bremen oder München,  in den Presse + Buch-Läden (und nur dort, nicht in Läden von anderen Anbietern!) der jeweiligen Hauptbahn-Bahnhöfe ist das Heft meist zu bekommen. Aber eben nur meist und nicht immer.

Nach erscheinen der Ausgabe #8 – 08+09/2007 mitte August war am Bremer Hauptbahnhof Sendepause und zwar bis zum erscheinen der Ausgabe #10 – 11/2007 irgendwann im November. Entsetzt durfte ich also feststellen, dass ich eine Ausgabe verpasst hab. Entgegen meiner Befürchtung wurde das Heft also nicht eingestellt. Von der Existenz des Oktoberheftes hab ich allerdings nicht erfahren, denn die Verlagswebseite raptor.de sollte im Prinzip laut Teaser schon im Mai 2007 einen Relaunch bekommen haben und wird seit Anfang 2007 nur äußerst sporadisch aktualisiert. Die letzte erschienene Ausgabe laut Webseite ist Nummer #8.

Also geht am 30.11. eine Mail an den Raptorshop raus, dass das Heft nicht im Pressekatalog stehe und deswegen nur am Bahnhof zu bekommen sein und ich die Ausgabe #9 verpasst hätte und eben diese nachbestellen möchte. Am 05.12. kommt die Antwort zurück, Level 1 #9 sei bereits ausverkauft. Nummer #11 soll jedoch bereits am 14.12 erscheinen.

Ok, das hilft mir nicht. Aber immerhin kann ich mir ja mal ein Kreuzchen in den Kalender machen, um wenigstens die nächste Ausgabe pünktlich zu bekommen.

Generell hat man ja die Chance beim Vertrieb die letzten drei Ausgaben nachbestellen zu können, also geht am 8.12 eine Mail mit der Bitte um Ausgabe #9 an die „PARTNER Medienservices GmbH“ raus.

Inzwischen ist der 14.12 und wie erwartet liegt die neue Ausgabe natürlich nicht am Bremer-Bahnhof bereit, es soll noch ein wenig länger dauern, ehe ich die aktuelle Ausgabe bekomme

Im Januar ist immer noch keine Antwort auf die Mail vom 8.12 da, was nun?

Raptor-Shop kann nicht, Vertrieb antwortet nicht. Also sende ich am 3.1.2008 eine Mail an den Vertriebsleiter und trage erneut mein Anliegen vor (Heft verpasst, nirgends zu bekommen). Nur einen Tag später erhalte ich von Raptor-Gründer „Claude M. Moyse“ eine Antwort. Ausgabe #9 könne ich direkt im Shop bestellen und ich solle solche Anfragen doch zukünftig bitte direkt an den Verlag und nicht an den Vertrieb stellen.

Ähm, was denn nun? Mir wurde gesagt, dass das Heft beim Verlag vergriffen sei und genau deswegen habe ich versucht beim Vertrieb an die Ausgabe zu kommen.

Na schön, ich will kein Loch in meiner Sammlung haben, also noch eine Mail an Herrn Moyse zurück, in der ich den Sachverhalt nochmal schildere. Gleichzeitig erwähnte ich, dass Koneko, Peach und Virus (im Pressekatalog aufgeführt) überall zu bekommen seien, nur eben Level 1 und TNT (beide NICHT im Pressekatalog drin) nirgends.

Das war am 4. Januar, seit dem habe ich nichts mehr vom Verlag gehört. Einige Tage später erwacht ein kleiner Teil der Verlagswebseite aus dem Dornröschenschlaf und der Shop wird aktualisiert. Wie erwartet ist von der mir fehlenden Ausgabe #9 keine Spur.

Heute ist der 9. Februar, am Freitag den 8.2 war ich zuletzt am Bremerhauptbahnhof. Level 1 #11 – 12/2007-01/2008 (wieder einer Doppelnummer) ist aus den Regalen verschwunden, Heft #12 ist noch nicht erschienen oder etwa doch? Die Verlagsseite hat nach dem Update Anfang Januar jedenfalls keinen Mitarbeiter mehr gesehen.


Meine Frage: Hat irgendwer von euch ein druckfrisches Exemplar von Level 1 #09 – 10/2007 und würde es mir zukommen lassen? Ich hab ja nun schon wirklich alles versucht, Verlag, Vertrieb und auch Pressegrossisten – letztere führen das Heft allerdings nicht.

Ggf. würde es mir schon reichen, wenn irgendjemand der entsprechenden Stelle einen Tritt geben könnte, damit man wenigstens den zukünftigen Ausgaben nicht so penetrant und erfolglos hinterherrennen muss, wenn der Verlag das schon nicht selbst in die Hand nehmen will.

Spielen statt arbeiten

2.2.08

Nicht nur viele Redakteure sind einem gewissen Fußballspiel gnadenlos verfallen, offenbar konnte auch die CyPress-Geschäftsleitung ihre Finger nicht von der Konsole lassen, wie das folgende Video zeigt:



Immerhin, wer mit spielen beschäftigt ist, kann keine Fehlentscheidungen treffen ;-)

Die letzten Worte der DVD Vision

1.2.08

Die Einstellung der DVD Vision war eine der typischen und unschönen. Ihr wurden mit den Worten „die nächste Ausgabe erscheint am 18.10.07“ die Lichter ausgeblasen. Auf den Seiten 64 und 65 im Test der Elviscollection wurde jedoch eine kleine Botschaft versteckt. Einige Buchstaben sind in grau statt schwarz gedruckt, man muss also genau hinschauen. Liest man alle grauen Buchstaben in Reihenfolge, erfährt man, was die Redaktion zur Einstellung ihres Heftes wohl gedacht haben muss.

Wer die Ausgabe 11/2007 nun nicht griffbereit hat, möge nun einen Blick auf den vielleicht letzten „CyPress-Insider“ werfen.

Verraten

und

Verkauft


„Verraten und Verkauft“

ZukunftsVISIONen:
Widescreen startete mit Trailer-DVD und 132 Seiten Heftumfang für € 3,99. Es folgen Spielfilm und 148 Seiten Umfang bei einem Preis von € 4,99. Quasi über Nacht strich man den Umfang ersatzlos auf 100 Seiten zusammen. Es folgte ein Preiserhöhung auf € 5,90 und beim Relaunch zu Widescreen-Vision gingen auch die Spielfilme wieder flöten.

Um es mit einem Wahlkampfslogan auszudrücken: „Gerechtigkeit kommt wieder“. Bei den aktuellen IVW-Zahlen verliert die Widescreen-Vision erdrutschartig 44% der Käufer im Einzelhandel. Gerade Mal noch 14.648 Käufer fanden sich am Kiosk durchschnittlich pro Ausgabe im 4. Quartal 2007.

Ein Name und eine Hülle reichen eben nicht, um die Seele und Käufer einer Zeitschrift zu halten.

IVW IV/2007 – Der Nachschlag: 360 Live, GEE

21.1.08

Seit heute sind die komplettes Zahlen verfügbar und so wundert es nicht, warum N-Zone und Kids Zone dieses Mal nicht vorab gemeldet haben. Computecs Nintendo-Heft büßt ein Viertel seiner Auflage ein und kommt nun auf nur noch 23.373 Exemplare. Kids Zone blüht zurzeit dasselbe, was die Screenfun schon hinter sich hat, Minus 50% auf 25.282 verkaufte Hefte.

Die Übernahme der DVD Vision-Abonnenten und der Relaunch zur Widescreen-Vision haben dem Heft gar nichts gebracht, die Käufer zeigen für € 5,90 bei lächerlichen 100 Seiten Umfang Computec die Rote Karte. Die Auflage geht um 27% nach unten, auf 22.293 Exemplare. Von den ~6.500 DVD Vision-Abonnenten konnte man gerade mal 3.000 rüberretten, ansonsten hätte es wohl noch schlechter ausgesehen.

GEE legt wieder mal um knapp 22% zu und kommt auf 19.639 Verkäufe. Allerdings fallen davon 8.337 Exemplare auf sonstige Verkäufe, das Auflagenverhältnis bleibt also extrem ungesund. Ähnlich verhält es sich bei der SFT. Inzwischen werden mehr Hefte in sonstigen Verkäufen, Lesezirkel und Bordexemplaren abgesetzt als im Einzelhandel und mit Abos.

Eine erfreuliche Meldung zum Abschluss: Erstmals hat sich ein Xbox-Heft in die IVW getraut, 21.684 Exemplare setzt 360 Live ab.

IVW IV/2007 – GamePro schlägt Screenfun

14.1.08

Viel Neues gibt es nicht von der IVW-Front zu berichten. Die Verluste liegen auch im 4. Quartal 07 meist zwischen 15 und 30%. Einzig GamePro und PC Action sind mit einem Minus von 7,1 bzw. 9,1 relativ glimpflich davongekommen.

Ob die N-Zone ein Plus aufweisen kann, ist zum derzeitigen Zeitpunkt nicht bekannt, die Zahlen wurden nicht beim VDZ-Auflagendienst veröffentlicht. Genauso stehen GEE samt Sonderverkäufe noch aus.

Computer Bild Spiele büßt mehr als 1/4 ihrer Auflage ein und kommt nun noch 329.915 Exemplare. GameStar und PC Games halten jeweils ihre „psychologisch“ wichtigen Marken und kommen mit je 16% Verlust auf 201.847 bzw. 160.673 verkaufte Hefte.

Erneut eine sehr bittere Pille schlucken musste die Screenfun-Redaktion. Das Schreckgespenst von Halbierung der Auflage ist zwar verflogen, dennoch geht es erneut um knapp 30% nach unten. Erstmals liegt man damit nun 2.170 Exemplare hinter der GamePro.

Besonders Interessant wäre an dieser Stelle noch zu erfahren, wie sich die kaputt gesparte play3 und Games Aktuell schlagen. Letztere darf sich laut Abo-Webseite über eine Preiserhöhung um 51 Cent auf 3,50  ab 02/2008 freuen. Natürlich hält sich Computec hier mit Zahlen bedeckt, vielleicht wird der kommende Geschäftsbericht etwas Aufschluss geben.

Und nun warten wir gemeinsam auf die Pressemitteilung, dass PC Games gegenüber die Vorquartal ein Plus erzielt hat ;-)

GamesTM – Interview mit Richard Löwenstein zum Heftlaunch

10.1.08

Am 05. März 2008 startet die in England mit Awards überhäufte gamesTM zum zweiten Mal in Deutschland. Wie die Umsetzung der deutschen Ausgabe aussieht, welche Fehler man nicht wiederholen möchte und warum gamesTM einen Blick wert ist, darüber habe ich mit Richard Löwenstein gesprochen.

Magaziniac.Blog – Exklusiv-Interview:

Hallo Richard,
danke das du dir Zeit genommen hast für den Magaziniac.Blog ein paar Fragen zu beantworten.

Evil: Erst das Cube-Magazin, dann 360 Live und nun gamesTM. Was macht es für dich so attraktiv die Hefte mit Layout-Lizenz von Imagine Publishing aus Großbritannien nach Deutschland zu bringen?

Richard Löwenstein: Wir nutzen keine „Layout-Lizenz“, sondern können im Prinzip alle Heftinhalte nutzen; also alle redaktionellen Features. Von denen wären einige in Deutschland so nicht oder jedenfalls nur mit erheblichen Aufwand an Kosten realisierbar. Das erklärt schon mal, warum die Lizenz-Sache für mich grundsätzlich attraktiv ist. Ein zweiter Grund ist, dass ein großes Verlagshaus mehr Möglichkeiten für Marktforschung und Leserbefragung hat und solche Mittel gelegentlich auch sinnvoll einzusetzen weiß. Bei Imagine hab ich jedenfalls den Eindruck. Deshalb machen deren Hefte auch einen stimmigen Eindruck, vor allem gamesTM.

Evil: Die Spielehefte hier zu Lande sind vom Layout her meist ziemlich minimalistisch bzw. wenig bunt. Warum mögen die deutschen Leser deiner Meinung nach trotzdem ihre quietschbunten britischen Kollegen?

Richard Löwenstein: Ich lasse mich zunächst mal gerne von meinem Bauchgefühl leiten. Ich weiß also gar nicht so ganz genau, ob „die deutschen Leser“ quietschbunt überhaupt mögen oder nicht. Ich mag englische Magazine, weil sie sich witzig lesen und weil sie den Spaß am Thema visuell toll rüber bringen; übrigens nicht nur bei Games, sondern auch zum Beispiel bei Autos oder Tech-Gadgets. Die Seiten dürfen aber nicht unaufgeräumt wirken. Deshalb machen wir 360 Live auch anders als das Original, wir entschlacken das Layout. Das haben wir auch mit gamesTM vor; machen das Ganze also ein bisschen „deutscher“, wenn du so willst. Aber langweilig wird’s nicht, ganz sicher nicht.

Evil: Dürfen wir in Zukunft mit weiteren Heften rechnen?

Richard Löwenstein: Wenn du diese Frage nach Start von gamesTM am 5. März immer noch genauso stellen möchtest, nehme ich das als Kompliment ;-)

Evil: 2003/2004 hat sich der Pro Verlag schon mal an einer Übersetzung der gamesTM versucht und sie nach nur vier Ausgaben wieder eingestellt. Von der deutschen Ausgabe der EDGE mussten wir uns letztes Jahr ebenfalls trennen und selbst in ihrem Heimatland kommt die gamesTM nur auf etwa 20.000 verkaufte Hefte.

Was überzeugt dich davon, dass der Leser hier nun bereit für gamesTM ist und vor allem, dass sich überhaupt genug finden?

Richard Löwenstein: Gute Frage. Zunächst wiederholen wir nicht die alten Fehler, indem wir einen viel zu hohen Preis für ein Magazin nehmen, das einen gebabelfishten Eindruck macht. Der Leser will ernst genommen werden, und wenn es geht, dafür nicht allzu viel zahlen müssen. Wir hoffen zunächst mal, mit viel Werbung, einer weiten Verbreitung und einem attraktiven Preis von 3,80 Euro viele Käufer zu finden. Und diese Käufer wollen wir dann bei der Stange halten, mit tollen Bildern, viel Chic und Geschichten, die es sonst nirgends zu lesen gibt. Ich freu mich zum Beispiel total auf die Arbeit am Retro-Teil.

Evil: Die britische gamesTM hat 180 Seiten, ich gehe nicht davon aus, dass sich hier so ein Umfang finanzieren lässt. Auf welche Heftbestandteile werden wir also verzichten müssen?

Richard Löwenstein: Stimmt, zum Start werden wir abspecken müssen. Aber der Plan ist schon, das Heft auf den Umfang des Originals zu bringen.

Evil: Bei 360 Live wurde das 10er Wertungssystem kurz nach dem Heftstart angepasst und bekam eine Nachkommastelle. Droht gamesTM ein ähnliches Schicksal?

Richard Löwenstein: Nur soviel: wir vermeiden auch hier den Fehler, zu modisch bzw. zu avantgardistisch sein zu wollen und damit bewusst Ausgrenzung zu betreiben. Alles weitere: lass Dich überraschen… ;-)

Evil: Wie hoch wird der Anteil an übersetzten Texten aus der englischen Ausgabe sein?

Richard Löwenstein: Übersetzungen gibt es gar keine. Wir passen Originaltexte an den deutschen Leser an. Ich nenne diesen Prozess ganz gerne „Eindeutschung“. Wir machen aber sehr viel mit unseren deutschen Redaktion, schon weil wir hier andere Themen haben, die uns anders bewegen.

Evil: Ich lese derzeit ein klassisches Multiformat-Magazin, was bietet mir die gamesTM neues?

Richard Löwenstein: Oh, vieles. Einen neuen Look. Einen starken Retro-Teil. Konzentration auf die wirklich wichtigen Themen. Lesenswerte, pointierte, eine Meinung transportierende Texte. Nicht zu vergessen: Zugang zu einer wirklich besuchenswerten Homepage.

Evil: Was hältst du von DVDs mit Videobeiträgen als normale Heftbeilage?

Richard Löwenstein: Jedes Jahr immer weniger.

Evil: Wenn ich mir die Auflagen-Kurve der IVW-gemeldeten Hefte anschaue, bekomm ich wenig Anlass zur Freude. Als Grund für das stetige Fallen wird immer wieder das Internet herangezogen. Inwieweit siehst du das Internet als Bedrohung für Spielehefte, inwieweit als Chance?

Richard Löwenstein: Ob Zahlen erfreulich sind oder nicht, liegt natürlich im Auge des Betrachters. Ich sag’s mal so: wir müssen von gamesTM keine 100.000 Hefte verkaufen, um ein Fass auf zu machen. Bei 360 Live klappt’s ja schon ganz gut, da reißt’s die Verkäufe am Kiosk seit einigen Monaten nach oben, und das obwohl das Internet sicher nicht an Bedeutung verliert, und obwohl sich die Xbox 360 eher schlecht im deutschen Markt behauptet. Woran liegt’s? Vielleicht treffen wir den Geschmack des Publikums, vielleicht berichten wir über die Dinge anders berichten als andere. Man muss halt das haben, was im Marketingdeutsch „Alleinstellungs-Merkmal“ heißt. Wichtig ist natürlich auch die Einbeziehung bzw. Vernetzung der Leser mit der Redaktion. Diese Bindung lässt sich über das Internet heute viel besser erledigen als früher nur über das Magazin.


Eine Leseprobe habe ich bei archiv.to zum Download bereitgestellt.

Anfang März schauen wir uns dann genauer an, wie sich die deutsche Ausgabe schlägt, welche Heftbestandteile bei 100 statt 180 Seiten fehlen und gegen Ende des Jahres gucken wir schon mal, was der Plan macht an die Dicke des Originals heranzukommen ;-)

Die Heftinfos kurz zusammengefasst:

Daten und Fakten:
Start: 05. März 2008
Erstausgabe: 04/2008
Verlag: Airmotion GmbH
Segment: Multiformat-Magazin
Erscheinungsweise: monatlich
Copy-Preis: EUR 3,80
Chefredakteur: Richard Löwenstein
Druckauflage: 60.000 Exemplare (Verlagsangabe)
Webseite: gamesTM

Live Emotion bekommt eine Internetpräsenz – Es geschehen doch noch Wunder

2.1.08

Wer hätte das gedacht? Anfang Dezember hatte ich noch die Nichtpräsenz des Live Emotion Verlages im Web kritisiert und auch nicht damit gerechnet, dass die Jungs jemals eine Webseite für ihren Verlag auf die Beine gestellt bekommen.

Nach geschätzten acht Jahren Blick auf das Stapellauf „bald ist es soweit“-Bild strahlt einen nun im wahrsten Sinne des Wortes das giftgrüne Verlagslogo an. Unter anderem wird eine kleine Infoseite zur Verlagsgeschichte präsentiert. Das Rätsel um Alchemy Publishing, BriStein bv und welche Verlagsnamen sonst noch in den Heften der Bochumer Redaktion standen, wird dabei leider nicht gelüftet, genauso wenig, wie wann SegaPro und SuperPro zum letzten Mal erschienen *mit dem Zaunpfahl wink*.

Ebenfalls hält die neue Verlagsseite endlich eine Terminliste der Hefte parat. Immerhin bekommen Xbox Games und Wii-Magazin dieses Jahr wieder eine Ausgaben mehr, sieben sind es dann an der Zahl. Von einer monatlichen und damit zeitgemäßen Erscheinungsweise ist das zwar noch eine ganze Ecke entfernt, lässt zumindest für die Zukunft aber ein kleines bisschen hoffen.

Und nun schaut mal auf www.live-emotion.de vorbei und schreibt den Jungs ganz viele liebe Mails, dass ihr auch ein Forum für die Hefte möchtet und ein neues PlayStation-Magazin wollt.