GameStar – Neuer Preis, geschickt verpackt

23.2.08

Im Normalfall lächelt einen unverhofft am Kiosk der angezogene Heftpreis an, mal wird im Editorial drauf eingegangen (PC Games), mal nicht (play3). Bei der GameStar nutzt man nun quasi die Gunst der Stunde, um die berühmte gute und schlechte Nachricht an den Mann zu bringen.

Zwar wird das Heft ab nächsten Monat teurer, dafür befindet sich eine der unbeliebtesten Anzeigen der vergangenen Jahre nicht mehr im Heft. Anfang Februar wurde das Schwesterheft GamePro von der Klingeltonpest befreit und nun ist also auch die GameStar dran.

Die Hartnäckigkeit und Unterstützung der Leser habe der Redaktion ermöglicht sich durchzusetzen und die unliebsame Erotik-Werbung aus dem Heft zu bekommen.

Pünktlich zum Beginn des 2. Quartals wird GameStar also als letztes der großen PC-Spielehefte seinen Preis anziehen. Wie auch schon bei PC Action und PC Games zuvor, steigt der Heftpreis der DVD-Ausgabe von € 4,99 auf € 5,30, die Magazin-Ausgabe kostet zukünftig € 3,50 (ab 05/2008).

Unter diesen Umständen schmerzt (mich) der neue Preis dann deutlich weniger und diese Entwicklung zeigt letztlich auch, dass MAN!AC und GEE von Anfang an zurecht auf solche Anzeigen verzichtet haben.

3 Kommentare:

  1. HomiSite hat gesagt…

    Echt doof! Die 5-EUR-Grenze war für mich eigentlich immer die Marke, die ich maximal für "normale" Magazine bereit war zu zahlen!

    Klar ist das Preisleistungsverhältnis von vielen anderen Mags (z.B. GP) deutlich schlechter, aber trotzdem hätte ich lieber eine GS für <5 EUR mit Erotikwerbung anstatt nun ohne für 5,30 EUR.

    Da ist es echt interessant, ob solche Werbung wirklich not tat, wenn jetzt eh die Preiserhöhung kommt...

  2. Anonym hat gesagt…

    Tja, auf dass die Auflagen weiter fallen. Die Preiserhöhung wird vielleicht kurzfristig zur Rentabilität beitragen. Aber auf lange Sicht wage ich selbigen Effekt mal zu bezweifeln.

    Wie schon erwähnt wurde: Viele Nutzer juckt die Porno-Klingelton-Werbung nicht - ich zähle mich zu denen. Der Preis ist dagegen schon ein stärkeres Argument. Die Gamestar hat die Chance, die sich durch die Preiserhöhung von PCGames und PCAction geboten haben, offenbar nicht ernsthaft wahrgenommen - denn ohne Zweifel ist sie das inhaltlich und qualitativ bessere Magazin.

    Mit der Preiserhöhung ist man wieder auf einem Niveau mit der Konkurrenz - und wird von deren Leserabgängen nicht profitieren. Und letztlich wird die Printausgabe weiter gegen Onlinemagazine verlieren. Wenn IDG nicht langsam mal in die Puschen kommt und eine vernünftige Onlineplattform auf die Beine stellt, könnten die Lichter schon in den nächsten Jahren ausgehen ... Cypress-Style.

  3. Achzo hat gesagt…

    Ich hätte gehofft, dass die Preiserhöhungen früher gekommen wären und die geringere Rentabilität nicht auf Kosten der Qualität ausgeglichen worden wäre.